Zusammenfassung

Diskussionsrunde 1

Was ist bisher passiert?

Die erste Phase der Diskussion und Ideensammlung ist abgeschlossen. Hier haben wir für euch die wichtigsten Vorschläge und Argumente übersichtlich zusammengefasst. Möchtet ihr dennoch in der beendeten Diskussion etwas nachlesen oder alles noch einmal Revue passieren lassen, dann geht es hier zu den Diskussionspunkten und Argumenten aus Phase 1.

Die Top 5-Thesen hinsichtlich Diskussionsbeteiligung

(Meinungsbarometer zwischen -3 und +3)

 

1. Der Verband ist für mich dazu da, die Interessen des organisierten Fußballs in der Öffentlichkeit, gegenüber der Politik, staatlichen Stellen und Kommunen zu vertreten und dessen Leistungen für die Gesellschaft zu betonen – sprich die Rahmenbedingungen für meinen Verein zu optimieren. 

60 Stimmen: + 1,9

2. Es muss weiterhin das vorrangige Ziel sein, bei den Aktiven den Spielbetrieb wie bisher aufrecht zu erhalten, also Staffelgrößen mit 12 bis 16 Mannschaften, Vor- und Rückrunde, 11er-Mannschaften. 

>  68 Stimmen: + 1,7

3. Ich empfinde es als ungerecht, dass sich Vereine in kleineren Bezirken gegen weniger Vereine durchsetzen müssen als in den großen, um in überbezirkliche Ligen aufzusteigen. Eine Angleichung der Bezirksgrößen ist aus Gründen der Wettbewerbsgerechtigkeit daher erforderlich.

64 Stimmen: + 0,9

4. Die rückläufige Zahl an Mannschaften im A-, B- und C-Jugendbereich (sowohl männlich als auch weiblich) wird schon in wenigen Jahren dazu führen, dass viele Vereine in meiner Liga Schwierigkeiten bekommen werden überhaupt noch eine Mannschaft zusammen zu bekommen.

62 Stimmen: + 2,2

5. Der Fußballbezirk in seinem geografischen Zuschnitt ist meine sportliche Heimat, der ich mich verbunden fühle. Veränderungen sehe ich deshalb kritisch.

>  54 Stimmen: – 1,3

Diskussion: Verbandsstruktur

Darüber wurde am meisten diskutiert:

These:

Aufgrund der grob dreieckigen Form Württembergs, ist eine Dreiteilung der Landesliga in Nord, West und Süd naheliegend. Jede Landesliga sollte dann höchstens drei Bezirksligen als Unterbau haben. (User Major_T.O.M.)

Pro Argument:

Größe der Bezirke
In Bayern und Niedersachsen sind die Bezirke noch viel größer und es funktioniert auch.
(User Major_T.O.M.)

Contra Argument:

Betrifft beide Modelle
Die Bezirke werden viel zu groß. Dies in Ehrenamt im Bezirk zu organisieren, ist fast unmöglich. Die Vereine haben ständig Wechsel bei Jugendleiter oder Abteilungsleiter – benötigen oftmals Hilfe, müssen dies stemmen können, ohne Überlastung.
(User Flädlessuppe)

Zusammen gefasst liest sich die Diskussion „Brauchen wir eine neue Struktur“ wie folgt:

  • Keine Veränderung der Bezirk aber des Spielsystems (Beispiel Frauen-Spielsystem über Bezirksgrenzen hinaus).
  • Zusammenführung von aktuell 16 Bezirken auf 9 (analog Jugendspielsystem) weniger ehrenamtliche Stellen plus hauptamtliche Unterstützung in den Bezirken.
  • Aufgeschlossen gegenüber Veränderungen – keine traditionelle Bindung an bestehende Struktur.
  • Gleiche Größe der Mannschaftszahlen pro neuem Bezirk.
  • Rückläufige Mannschaftszahlen im Jugendbereich.

Diskussion: Spielsystem

Darüber wurde am meisten diskutiert:

These:

Unterhalb der Oberliga BW sollte man die Verbandsliga in zwei Staffeln aufteilen. Wiedereinführung der Schwarzwald-Bodensee-Liga und einer Liga in Nordwürttemberg – Vorteile: Wiederherstellung der Spielklassenpyramide, Lösung Aufstiegsproblem mit zwei badischen Verbandsligen. (User sg09)

Contra Argument:

Neugliederung
Bei einer Neuauflage einer zweigeteilten Verbandsliga sollte der südliche Bereich erweitert werden, um das Niveau zwischen Nord und Süd anzugleichen. (User Major_T.O.M.)


Pro Argument:

Es würde einen sauberen Übergang von der eingleisigen Oberliga über die beiden Verbandsligen zu den vier Landesliga-Staffeln geben. Zudem könnte BW-weit jeder Verbandsliga-Meister aufsteigen – keine Relegation mehr. Die SWB-Liga hat eine große Tradition & Zuspruch im Süden. (User sg09)

2-6-16 System
2 Verbandsligen, 6 Landesligen jeweils mit fließenden Grenzen, darunter die 16 Bezirksligen. Aus den Landesligen steigen jeweils die letzten drei Vereine ab, Platz 13 geht in die Relegation. 16 Bezirksligameister steigen direkt auf, 16 Vizemeister und zwei Drittplatzierte (Wildcards?) gehen in die Relegation.
Relegation: 6 x LL Platz 13, 16 x BL Platz 2, 2 x BL Platz 3. Insgesamt also 24 Mannschaften eingeteilt in sechs Vierergruppen. Die sechs Gruppensieger sind für die LL qualifiziert. Weitere freie Plätze werden an “glückliche” Gruppenzweite vergeben. Dabei werden Vizemeister größerer Bezirke bevorzugt. (User Major_T.O.M.)

These:

Im Aktiven-Bereich gibt es für mich derzeit von der Bezirksliga bis zur Oberliga die richtige Aufteilung. Die Verbandsliga ist die einzige Liga, die weite Strecken und wenige Lokalderbys beinhaltet. Vier Landesligen haben gute Derbys (Auswärtsfans!). Die derzeitigen Bezirksligen sind sehr attraktiv. (User SimonHieber)

Contra Argument:

Zuschnitt Landesligen
Die Landesligen sind aus geographischer Sicht so dermaßen schlecht zugeschnitten, dass die Fahrtwege bei drei Landesligen auch nicht viel weiter sind. Bei vier weiteren Staffeln wäre ein Tausch Enz/Murr gegen Ostwürttemberg und ein Ringtausch der Bezirke Donau/Iller, Zollern und Böblingen/Calw sinnvoll. (User Major_T.O.M.)

Pro Argument:

Da stimme ich zu, aber …
… dann müssen die jetzigen 16 Bezirke neu “bemessen” werden, so dass in den Bezirken in etwa gleiche Bedingungen herrschen (Anzahl Vereine/Staffeln, Fahrtstrecken, usw.) (User Exkigger)

 

These:

Das derzeitige System 1-4-16 birgt die Gefahr einer zu hohen Anzahl an Absteigern in einzelnen Ligen. Ein System 1-3-9 sollte angestrebt werden. (User page)

Contra Argument:

Änderung der Verbandstruktur
Das ein geändertes Spielsystem unter der gleichen Verbandsstruktur keinen Sinn macht, hat die letzte vom Verband eingesetzte Kommission gezeigt. Wenn, dann muss auch die Verbandsstruktur in 9 Bezirke “zerschlagen” werden.

Weite Anfahrtswege
Ein Spielsystem 1-3-9, egal ob im Jugend-oder Aktivenbereich erhöht die Anfahrtswege in den Bezirksstaffeln deutlich. (User pemex)

Pro Argument:

Beispiel: Bezirksliga Bodensee
Die Landesliga 4 besteht zur Hälfte aus Mannschaften des Bezirks Bodensee (8 von 16). Sollten sämtliche Absteiger aus der Landesliga 4 aus diesem Bezirk kommen, gäbe es in der Bezirksliga 8 Absteiger, über die Relegation möglicherweise sogar 9. Das lässt sich mit 1-3-9 vermeiden. (User Exkigger)

Weite Anfahrtswege …
… gäbe es in “höheren” Spielklassen. Unterklassige Mannschaften haben immer geringere Anfahrtswege. Bei 1-3-9 würden sich für die 9 Bezirksligen eh nur die Vereine qualifizieren, die bereits jetzt schon Ambitionen für eine der jetzigen 4 Landesligen haben. (User page)

 

These:

Es muss weiterhin das vorrangige Ziel sein, bei den Aktiven den Spielbetrieb wie bisher aufrecht zu erhalten, also Staffelgrößen mit 12 bis 16 Mannschaften, Vor- und Rückrunde, 11er-Mannschaften. (User wfvRedaktion)

Contra Argument:

Es geht auch mit weniger
Es gibt sogar Profi-Ligen, die mit weniger Mannschaften spielen, z.B. in der Schweiz. (User wfvRedaktion)

Weniger ist mehr!
Mein Eindruck ist, dass Staffelgrößen mit 16 Mannschaften in den Kreisligen zu viel sind. 30 Wochenenden mit Pflichtspielen + Pokal + Vorbereitung sind den meisten Hobbykickern zu viel. (User Joe)

Pro Argument:

Bei weniger als 12 Mannschaften sind es max. 10 Spiele pro Halbjahr. Da dauert die Winterpause ein halbes Jahr. (User Flo.L.BSV)

Fußball mit Auf- und Abstieg
Ich spiele Fußball wegen des sportlichen Anreizes. Dazu gehört Gewinnen und Verlieren genauso wie Aufsteigen und Absteigen. (User wfvRedaktion)

Diskussion: Weiterbildung

Die These „Wie wollt ihr euch weiterbilden?“ wurde innerhalb der vier Regionalkonferenzen im März/April bereits intensiv diskutiert. Die Kommission konnte bereits erste konkrete Lösungsansätze auf den Weg bringen. Eure Argumente haben die Kommissionsmitglieder in ihrer Arbeit bestätigt. Somit konnten bereits folgende Ergebnisse einstimmig verabschiedet werden:

 

Dezentrale Strukturen und regionale Unterstützungsangebote:
  • Das Programm in der dezentralen Trainerausbildung „Regionales AusbildungsZentrum RAZ“ hat sich bewährt und wird weiter ausgebaut.
Handlungs- und Unterstützungsbedarf besteht hinsichtlich:
  • Ehrenamtsförderung und Personalentwicklung
  • Kooperation Schulen/Verein/Schulträger
  • Online-Tutorials für Trainer
Bildungspolitische Rahmenbedingungen:
  • Der wfv hat eine Initiative „FSJ-Modell Schule und Verein“ im Rahmen eines Modellversuchs auf den Weg gebracht. Das Pilotprojekt wurde bereits durch das wfv-Präsidium beschlossen und ab dem kommenden Spieljahr umgesetzt. Weitere Informationen zum FSJ-Modell für Vereine findet ihr hier.

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